Konzept Aktiv-Stall:
In einem Aktiv-Pferdestall werden dem Pferd folgende Möglichkeiten geboten, seinen
Grundbedürfnissen nachzukommen:
- vielstündiger ruhiger Bewegungsanspruch (Lauftier)
- häufige Fresszeiten über den Tag verteilt, für rohfaserreiches Futter (Beschäftigung,
- gute Verdauung, weniger Koliken)
- ständig Sozialkontakte (Herdentier)
- Temperaturschwankungen zu erfahren (Erhaltung des Thermoregulatorsystems
- und der Hautaktivität, stabile Konstitution)
- als Wächter alle Sinnesorgane zu nutzen (weniger schreckhaft)
- Frischlufttier (empfindliches Atemorgan, Stoffwechsel, weniger Atemwegsprobleme)
Unser Aktiv-Stall ist so aufgebaut, dass die Pferde in einer Herde (Sozialkontakte) zusammen
laufen (Bewegung) und zwischen Stall und Auslauf (Frischluft, Temperaturschwankungen,
Einsatz der Sinnesorgane) frei wählen können. Der Stall hat so große, bzw. viele Ein- und Ausgänge, dass auch rangniedere Tiere die Unterstände benutzen können.
Die Stationen, die das Pferd den Tag über ansteuert (fressen, trinken, schlafen) sind weit voneinander entfernt (Bewegung). Das Futter wird den Pferden in möglichst vielen Portionen
(lange, viele Fresszeiten, Beschäftigung) zugeteilt. Im Sommer ist für die Großpferdeherde die
Weide am Aerzener Waldrand den ganzen Tag über geöffnet. Für die Ponyherde dagegen wird sie nur stundenweise geöffnet. Ihrem Futterstand entsprechend werden alle Tiere wieder in den Auslauf geholt, wobei sich an den leichtfüttrigen orientiert wird.
Wem diese Zeit nicht aursreicht, bekommt Rauhfutter hinzu gefüttert. Somit stellt diese Haltung auch für Rehepferde, oder solche, die gefährdet sind, kein Problem dar.
Fazit:
Die Pferde sind gesünder und sie neigen weniger zu Untugenden (z.B. Koppen, Weben,
Holznagen). Im Umgang und bei der Arbeit sind sie ausgeglichener und nervenstärker.